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„Wir helfen uns mehr als der Rest der Welt“
Interview: Behinderten- und Rehasportler in Hessen müssen extrem vorsichtig sein

Offenbach – Viele der 90.000 Menschen, die im hessischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (HBRS) vereint sind, zählen in diesen Zeiten der Corona-Pandemie zur Hochrisikogruppe; angesichts des hohen Alters, der Erkrankungen oder aus beiden Gründen. Der aus Offenbach stammende und in Dudenhofen wohnende HBRS-Präsident Heinz Wagner schwankt zwischen Frust und Zuversicht.
Heinz Wagner, HBRS-Präsident
Heinz Wagner, was kann Ihr Verband in diesen Krisenzeiten seinen Vereinen und Mitgliedern bieten?
Wir versuchen natürlich, Online-Angebote zu präsentieren, was aber nicht so einfach ist. Klar, bei unseren ID-Fußballern funktionieren die Videoeinheiten. Aber im Herzsport läuft gar nichts ohne Ärzte in Bereitschaft. Beim Rehasport versuchen wir mit Unterstützung der Krankenkassen, des deutschen Behindertensportverbandes und den Vereinen so eine Art Tele-Training durchzuziehen. Also Übungen vor dem Fernseher oder dem Computer.

Wie kann man sich das vorstellen?
Die Übungsleiter – davon haben wir mittlerweile 3000, die jetzt leider keine Aus- und Fortbildung machen können – müssen die Teilnehmer dabei sehen können, um zum Beispiel bei Fehlstellungen einzugreifen. Das ist besser als nichts, ersetzt aber nicht das normale Programm.

Was fehlt vor allem?
Bei uns in den Kursen sind 60 Prozent der Teilnehmer über 60 Jahre alt. Sie kommen nicht nur wegen des Sports, sondern auch wegen der Gemeinschaft und des Austauschs über Gesundheit, Sorgen, Nöte.

Fast alle Teilnehmer dürften zur Hochrisikogruppe zählen.
Allerdings. Deshalb müssen wir extrem vorsichtig sein, kommen erst nach allen anderen Sportgruppen wieder dran. Stellen Sie sich mal vor, wir hätten in einer unserer Seniorengruppen einen Corona-Fall – da wären Todesfälle programmiert. Das mag ich mir überhaupt nicht ausmalen. Wir werden Geduld benötigen und Vorkehrungen treffen müssen, wenn wir wieder starten.

Welche?
Wir müssen vermutlich die Gruppen mit Blick auf Sicherheitsabstände verkleinern. In Herzsportgruppen dürfen laut gesetzlichen Vorgaben zurzeit 20 Teilnehmer mitmachen, das werden nur noch zehn bis 12 sein. Rehasport muss vermutlich von 15 auf maximal acht Leute reduziert werden.

Haben Sie in dieser Krise Angst um Ihren Verband?
Klares Nein. Wir haben tolle Unterstützung und Anerkennung durch den Landessportbund und die hessische Landesregierung, stehen in permanentem Austausch. Wir haben binnen weniger Tage zum Beispiel einen sechsstelligen Euro-Betrag aus Wiesbaden erhalten, um unsere laufenden Kosten für dieses Jahr zu decken und nicht in Gefahr zu geraten.

Von welchen Kosten sprechen Sie?
Gehälter für die Landestrainer, die wir jetzt aber dennoch in Kurzarbeit schicken mussten. Die Miete für die Geschäftsstelle in Fulda sowie Gehälter für die 12 Angestellten, die zwar zeitversetzt erscheinen, jedoch Arbeit haben ohne Ende.

Wieso das?
Sie rechnen den Rehasport für die Krankenkassen ab – und die Vereine benötigen in diesen schwierigen Zeiten noch schneller als sonst ihr Geld.

Wie muss man sich das vorstellen?
Sie haben zum Beispiel Herzprobleme. Der Arzt verschreibt ihnen eine Verordnung für die Herzsportgruppe im Verein, die Krankenkasse genehmigt sie, der Verein reicht sie anschließend bei uns ein und sollte dann sein Geld bekommen.

Um welche Zahlen geht es da?
Pro Teilnehmer und Stunde im Herzsport um 8,60 Euro, im Rehasport um 6,50 Euro. Im Jahr 2019 hat unsere Geschäftsstelle mehr als 67000 Verordnungen bearbeitet. Das war schon eine ordentliche Hausnummer. Das wird demnächst anders werden, da nichts mehr läuft.

Was läuft zudem nicht, was Sie traurig stimmt?
Wir haben in Frankfurt, Wetzlar und Wiesbaden erstmals drei Teams in der Basketball-Bundesliga der Rollstuhlfahrer. Das ist schon Profisport. Die Liga spielt nicht, die Vereine haben keine Einnahmen, sind in Schwierigkeiten. Wir versuchen, Hilfsprogramme aufzustellen. Bei uns sind Geisterspiele wie in der Fußball-Bundesliga nunmal keine Option. Außerdem waren wir in diesem Jahr dran, den Jugendländercup auszurichten. Er hätte in Fulda sein sollen, mit rund 400 Athleten in den Sportarten Schwimmen, Judo, Leichtathletik und Tischtennis. Wir haben diese Olympiade im kleinen Rahmen eineinhalb Jahre lang vorbereitet, werden sie aber 2021 hoffentlich nachholen können.

Was wünschen Sie sich noch für die Zeit nach dieser Krise für den Sport?
Dass wir im Behinderten- und Rehasport ein bisschen als Vorbilder wahrgenommen werden. Behinderte Menschen helfen sich untereinander gefühlt viel mehr als der Rest der Welt. Ich hoffe, dass dieser Funke ein bisschen überspringt.

Das Gespräch führte Holger Appel

Quellenangabe: Offenbach-Post vom 07.05.2020, Seite 35

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Das für den 23. Mai 2020 geplante Sitzballturnier ist aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das berichtete uns Hans-Ferdinand Rauhoff, 1. Vorsitzender  der BSG Emmelshausen. Für das Jahr 2020 sei kein Ersatztermin geplant, möglich wäre allerdings der 29.05.2021 zum 50-jährigen Bestehen der BSG Emmelshausen.
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Liebe Mitglieder, Reha- und Leistungssportler, liebe Freunde der BSG Hausen,

aufgrund der aktuellen Situation durch das Corona-Virus haben wir unser regelmäßiges Angebot an Übungsstunden  aussetzen müssen. Wieder aufgenommen haben wir seit dem 28.Mai 2020 unter großen Auflagen den Betrieb der Donnerstags-Wirbelsäulengymnastik-Gruppen und beider Lungensportgruppen immer Dienstags. Lesen Sie bitte unter Start Wirbelsäule und Start Lungensport die Infos zu diesen Veranstaltungen. Für den Start der Dienstagsgruppen der Wirbelsäulengymnastik wird z.Zt. ein Konzept erarbeitet, bitte haben Sie noch etwas Geduld.
Es wird uns allerdings immer häufiger die Frage gestellt, wie Sport denn zu Hause (sport@home) trotz der Krise betrieben werden könnte. Wir haben für Sie dazu einige Infos und Links zu diesem Thema bereitgestellt:

YouTube Video mit Qi Gong von unserer Übungsleiterin Carmen Hösbacher mit 15 Minuten Entspannungsübungen für zuhause
Link: https://youtu.be/ux6FkDJqOCY

Die Turngemeinde Bornheim  hat ein breites Angebot im TV, im Internet, sowie in der ARD Mediathek.
Link: TG Bornheim
Im Fernsehen: Die TG Bornheim bietet jeden Morgen um 07.45 Uhr eine dreiviertelstündige Sendung „Fit in den Tag“ im Hessischen Rundfunk (hr, früher HR3), die frei empfangbar ist.
Live-Streams: Live-Streams sind Echtzeitübertragungen der TG Bornheim im Internet, die nur zu bestimmten Uhrzeiten auf der Homepage der TG Bornheim mit dem PC/Laptop abrufbar sind.
ARD Mediathek: Hier ist ein reichhaltiges Angebot der TG Bornheim verfügbar
Link: Mediathek

Beate Bielig ist eine Yoga-Lehrerin aus Düsseldorf mit Schwerpunkt in der Sivananda-Tradition. Sie hat einen eigenen You-Tube-Kanal, in dem auch Stuhl-Yoga angeboten wird.
Link: https://www.youtube.com/channel/UCz28VbzV3TMsrFusPrcj6qw/featured


Viel Spaß und bleiben Sie gesund!

 

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Zwölf Teams aus der Schweiz und Deutschland kämpften in Keltern-Dietlingen um den Turniersieg.

In der Vorrunde der Gruppe I konnten sich die Mannschaften aus Emmelshausen und Pforzheim die Plätze 1 und 2 sichern. In der Gruppe II qualifizierten sich die Mannschaft der BSG Hausen (ergänzt um Spieler aus Ahnatal) und das Swiss Africa Team für die Endspiele.

Bei den Halbfinalspielen konnte sich die BSG Hausen gegen die BSG Emmelshausen durchsetzen und die VSG Pforzheim gewann gegen das Swiss Africa.

Im Finale traf somit die BSG Hausen auf den Gastgeber Pforzheim. In einer heiß umkämpften ersten Halbzeit konnte sich keine der Mannschaften absetzen. Erst gegen Ende der 2. Halbzeit setzte sich die VSG Pforzheim durch und konnte letztendlich mit 25:20 Treffern den Turniersieg erringen.

Nach Ende des Turniers trafen sich alle Teilnehmer zum gemütlichen Abschluss und Siegerehrung im Gasthaus Zur Traube in Ellmendingen.

(Fotos und Text: VSG Pforzheim)
https://www.vsgpforzheim.de/keltern.php

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Wer sich krank fühlt und eine Corona-Infektion in Betracht zieht, soll von zuhause aus seinen Arzt telefonisch kontaktieren und nicht direkt in die Praxis kommen.

Außerhalb der Sprechzeiten steht der Ärztliche Bereitschaftsdienst telefonisch unter 116 117 bereit. Er übernimmt die Zuweisung von Patienten an die eingerichteten Testcenter, in denen Proben zentral entnommen werden.

Die Corona-Hotline des Landes Hessen erreichen sie von 8-20 Uhr unter 0800 555 4 666.

Die Empfehlungen des Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbands e.V. (HBRS):  HBRS Startseite

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Die närrische Übungsstunde der Herzsportler „Weck-Worscht-und Woi“ fand in diesem Jahr schon zum zwanzigsten Mal statt!
Mit dabei waren: 33 Teilnehmer*innen, die 1. Vorsitzend Hiltrud Rembowski, der Abteilungsleiter Walter Bindl, der betreuende Arzt Dr. Werner Haag, die Übungsleiterinnen Carmen Hösbacher und Anne Sbick (mit Töchterchen) und Fotograf Werner Briehn.
Die „Närrinnen und Narrhalesen“ genossen nach dem sportlichen Teil der Übungsstunde die guten Getränke, die heiße „Babbscher Flaaschworscht“ vom lokalen Metzger und den gelungenen Fastnachts-Vortrag von Manfred Christoph.
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